Meine Zeit in Taupo

Meine Zeit in Taupo war ein abwechslungsreiches Erlebnis. Für mich war es ziemlich einfach eine Entscheidung zu treffen welche Sprachschule ich besuchen möchte. Meine Schwester und mein Bruder waren vor mir auch schon Schüler der Sprachschule Taupo und nach vielen positiven Stories und all die Möglichkeiten die man hier hat, war es für mich klar. Ich wollte nach meiner Schulzeit mein Englisch verbessern und zugleich ein unbekanntes Land bereisen. Taupo war perfekt für mich:

Meine Gastfamilie hat mich sofort freundlich aufgenommen und ich fühlte mich gleich in einer Familie integriert. Ich war bereits die dritte Person aus meiner Familie, die in derselben Gastfamilie gelebt hat. Die Sprachschule war für mich seit dem ersten Tag ein schöner Platz um Englisch zu lernen. Es ist eine kleine Schule mit gerade einmal 30 Schülern, dementsprechend ist man dann auch in kleinen Klassen untergebracht. Meine Lehrer waren sehr bemüht, die individuellen fehler auszumerzen. Früher hab ich die Englischstunden in Deutschland nicht gemocht, doch hier bin ich vom Gegenteil überzeugt worden. Englisch lernen kann doch Spaß machen. Ich war nach ein paar Wochen ziemlich überrascht was man für große Fortschritte in so einer kurzen Zeit macht, da man den ganzen Tag mit Englisch konfrontiert wird. Um ein bisschen Abwechslung in den Alltag zu bringen, kann man dann auch noch diverse Aktivitäten im Nachmittag unternehmen. Ich war beispielsweise in den Höhlen von Waitoma raften und wandern im Tongariro National Park, einem der schönsten Wanderregionen Neuseelands. Allerdings hat man auch eine unglaubliche Vielfalt von Aktivitäten wie Bungyspringen, Fallschirmspringen, Kajaken und und und direkt vor Ort.

Ein wichtiger Punkt war für mich das große Sportangebot, da ich in Deutschland viel Sport treibe, war es mir wichtig das beizubehalten. Ich konnte mich dann auch problemlos am 2. Tag im Fitnessstudio anmelden. Aber viel wichtiger war, dass man neue Sportarten ausprobieren konnte. Ich hab mich dann auch relativ schnell mit Mountainbiking angefreundet, da man die Bikes von der Schule zur Verfügung gestellt bekommt und freitags nachmittags die Möglichkeit hatte mit unserer Schulleiterin in den Wald zu fahren. Taupo bietet über 100km teilweise sehr anspruchsvolle Mountainbikewege. Ich war davon so begeistert, dass ich mindestens 2mal die Woche in den Wald gefahren bin. Meine Schulleiterin hat mich dann überzeugt mich am Ende für ein 82km langes Mountainbikerennen anzumelden. Sie ist auch eine begeisterte Bikerin und kennt die Strecken wie ihre Westentasche. Somit bin ich dann gut für das Rennen vorbereitet worden und war am Ende mächtig stolz, dass ich ins Ziel angekommen bin. Das war für mich ein klasse Erlebnis und in Deutschland hätte ich nie die Möglichkeit gehabt an so einem großen Spektakel teilnehmen zu können.

Ich habe die Zeit in der Sprachschule sehr genossen, da man auch sehr schnell neue Freunde aus der ganzen Welt gefunden hat. Für mich war es am Ende sehr schwer goodbye zusagen, aber ich bin mir sicher das ich einige wiedersehen werde. Einfacher kann man keine internationalen Kontakte knüpfen! Nebenbei verbessert man auch nach der Schule sein Englisch, da man zusammen beispielsweise schwimmen geht oder abends in eine Bar besucht zum Poolspielen.

Meine Zeit in der Sprachschule war einfach nur grandios! Vor allem das abwechslungsreiche Leben mit den vielen Möglichkeiten hier in Taupo haben meine Erwartungen noch übertroffen. Es ist unglaublich wie schnell man in dieser Zeit sein Englisch weiter bringt. In gerade einmal 10 Wochen hab ich einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Mittlerweile macht mir das Englisch sprechen einfach nur noch Spaß! Ich konnte meinen Aufenthalt in der Sprachschule mit einer Rundreise zur Südinsel komponieren. Und so hatte ich auch noch die Möglichkeit Land und Leute näher kennen zu lernen. Das ist schon beeindruckend wie unterschiedlich die einzelnen Teile Neuseelands sind. Zurückblickend kann ich sagen, dass es ein sehr schöner aber auch sehr wichtiger Abschnitt in meinem Leben war und ich froh bin, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe. Ich möchte mich hier auch nochmal ganz herzlich bei meinen Lehrern und besonders Rose, die Schulleiterin der Sprachschule, bedanken für die tolle Unterstützung.

Holger 2010